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Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?

Jegliches Wärmepumpensystem benötigt für den Betrieb Strom. Dabei stellt sich die Frage inwieweit die Kosten bei den vermutlich steigenden Strompreiskosten sein werden. Und eine Wärmepumpe lohnt sich immer dann, wenn keine Brennstoffzellenheizung zum Einsatz kommen kann, weil es keinen Gasanschluss gibt.

Gibt es Vorteile bei der Wärmeerzeugung trotz erhöhtem Strombedarf?
Bedingt durch die eingeführte CO2 Besteuerung werden auch Gaspreise steigen, so dass von ähnlichen Heizkosten auch in Zukunft – im Vergleich zur normalen Gasheizung – ausgegangen wird.

Die Effizienzzahl der Wärmepumpe, auch Arbeitszahl bzw. Jahresarbeitszahl (JAZ) genannt, ist das Maß für die die wirtschaftliche Effizienz der Wärmepumpe. Dies JAZ bildet  das Verhältnis zwischen aufgenommener / zugeführter Energie (Strom) und der daraus produzierten Heizwärme dar – das wird auf ein Jahr als Betrachtungszeitraum bezogen. Für eine real berechnete JAZ müssten beide Kennzahlen über 1 Jahr gemessen werden, das ist so nicht für jedes System umsetzbar. Des Weiteren wird die Jahresarbeitszahl auch von den Gegebenheiten des jeweiligen Gebäudes beeinflusst und vom individuellen Nutzerverhalten. Um die JAZ im Vorhinein doch berechnen zu können hat man sich statistische Daten zur Hilfe genommen und ein Berechnungsverfahren dafür entwickelt – dies ist in der DIN 4650 dokumentiert- so kann ein gut angenäherte JAZ berechnet werden.
Diese Jahresarbeitszahl geben die Hersteller – wie auch der BWP (Bundesverband für Wärmepumpen) in Ihren technischen Dokumentationen an.
Was heißt das jetzt? Eine Jahresarbeitszahl von 2 bedeutet, dass aus 1 kWh zugeführter Energie (Strom) 2 kWh Wärmeenergie erzeugt wird, bei einer Jahresarbeitszahl von 4 bedeutet das, dass aus 1 kWh zugeführter Energie (Strom) 4 kWh Wärmeenergie erzeugt wird.

Die nachfolgende Darstellung kann helfen, wie die Energiekosten Strom sich im Vergleich zu Gaspreisen einschätzen lassen. Der vorliegende Strompreis wird durch die JAZ (Effizienzzahl) bildet dann das Äquivalent zum Gaspreis (je kWh):

Beispiel:

Derzeit beträgt der durchschnittliche Strompreis rund 30 Cent pro kWh und der Gaspreis rund 7 Cent pro kWh. Setzt man diese Werte ins Verhältnis, wie oben beschrieben 30/7 = 4,3, so  für die „gleiche finanzielle Effizienz“ Wärmepumpe zu Gasgerät. Hier ergibt sich eine Mindest-Arbeitszahl von 4,3 für die einzusetzende Wärmepumpe bei einem Strompreis von 30ct. Das wäre dann gegenüber einer effizienten Luft-Wasser Wärmepumpe mit ca. 4 als JAZ von Nachteil, ein Gasgerät wäre immer günstiger, ein Brennstoffzellenheizgerät wäre noch viel besser.  

Da es in vielen Regionen mittlerweile Wärmepumpenstromtarife gibt sieht die Berechnung anders aus. Mit einem Wärmepumpen-Stromtarif (hier exemplarisch 6xxxx) im Schnitt / Mittelwert aller Stromtarife für WP von  25,29 ct. und der  JAZ der von uns eingesetzten Wärmepumpen sind  nach JAZ Rechner des BWP (Bundesverbandes für Wärmepumpen)  3,9 – 4 und 4,1.

Bedeutet:

Bei einem Wärmepumpen Tarif von ca. 25,3 ct (das Mittel in den Gebieten) ist die Wärmepumpe mit 6,325 ct (25,3 / 4 = 6,325) für den eingesetzten Strom je kWh Wärme zu Gas wettbewerbsfähig. Das heißt: die Energiekosten bleiben im Vergleich zu normalen Gasheizungen nahezu gleich. Wichtig zu wissen aus unserer Sicht ist, dass man nach wie vor von Energiepreissteigerungen betroffen ist. Und die Wärmepumpe kann keinen Strom produzieren, genauso ist wichtig anzumerken, dass bei allen Heiztagen unter 0 Grad Außentemperatur der Stromverbrauch der Wärmepumpe überproportional steigt, bei einem anderen Heizsystem, z.B. Brennstoffzellenheizgerät, bleiben die Energiekosten eher proportional  zur sinkenden Außentemperatur.

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